Der gebürtige Wiener Carlo Abarth (1908 – 1979) war zu Beginn Motorradrennfahrer. Später arbeitete er zusammen mit Ferdinand Porsche in der Entwicklungsabteilung von Cisitalia. Dadurch konnte sich Abarth grosse Kenntnisse im Rennwagenbau aneignen. Diese Erfahrung liess er sehr erfolgreich in sein 1949 gegründetes Unternehmen Abarth & Co. einfliessen. Nebst den bekannten Abarth Ersatzteilen spezialisierte er die Firma vor allem auf den Bau von kleinvolumigen Rennwagen. Daneben wurden auch einige wenige Modelle für den Strassenverkehr gebaut wie beispielsweise der Abarth Fiat 750 GT Zagato oder der 1968 vorgestellte Abarth Fiat 1300 Scorpione. Die Modellpalette reichte von strassentaugliche Sportwagen zu reinrassigen Rennfahrzeugen. Es entstand eine fast schon unüberschaubare Anzahl von Fahrzeugen verschiedenster Modifikationsstufen, die meist sehr erfolgreich im Rennsport eingesetzt wurden. Doch trotz der Erfolge auf der Rennpiste und des gut laufenden Geschäftes mit Zubehör und Abarth Ersatzteilen entstanden finanzielle Probleme. 1971 wurde das Unternehmen von der Fiat Gruppe gekauft. So war Fiat 124 Abarth Rallye die erste Abarth Version, die vollständig in den Fiat Werken entstand und den Namen Abarth lediglich noch benutzte, um die Sportlichkeit zu unterstreichen.
Mit diesen schnellen, Rennwagen wurden etliche Siege eingefahren und viele grosse und bekannte Rennställe geschlagen. Diese zahllosen Siege und Erfolge begründeten den internationalen Ruhm von Abarth und führten zu einer hohen Nachfrage. Besonders stark waren die kleinen Flitzer bei den vielen Bergrennen und anderen Strecken auf denen es enge Kurven und sonstige schwierige Passagen zu bewältigen gilt. Die meisten Wagen waren in der Tourenwagenkategorie Gruppe 2 homologiert. |