Der gebürtige Argentinier Alejandro de Tomaso (1928-2003) wanderte 1955 nach Italien ein. Seine Karriere in der neuen Heimat startete er als Rennfahrer auf Maserati und OSCA Rennwagen. Ende der 50er Jahre fuhr er auch einige wenige Grand Prix Rennen in der Formel 1.
1959 gründete er dann in Modena seine eigene Firma, die De Tomaso Modena S.p.A. Zu Beginn blieb er dem Rennsport treu und liess seine Erfahrung in den Bau von verschiedenen Rennwagen einfliessen. Unter anderem baute er Monoposti Rennwagen, Fahrzeuge für die F3 und Indianapolis. 1962 wagte er einen Versuch in der Formel 1. Doch die Rennwagen von De Tomaso kamen kaum zum Einsatz und damit blieb auch der erhoffte Erfolg aus.
Ab 1963 widmete sich De Tomaso der Produktion von strassentauglichen Automobilen. Das erste Modell das De Tomaso auf dem Markt brachte war der De Tomaso Vallelunga. Der Vallelunga wie auch die nachfolgenden Modelle von De Tomaso wurden von Ford Motoren angetrieben. Der eigentliche Durchbruch gelang De Tomaso 1971 mit dem De Tomaso Pantera, doch De Tomaso wurde nie eine ernsthafte Konkurrenz für die grossen italienischen Sportwagenhersteller wie Ferrari, Lamborghini oder Maserati. In den 60er und 70er Jahren übernahm Alejandro de Tomaso verschiedene Firmen wie die Karroseriebauer Ghia und Vignale, die Motorradhersteller Benelli und Moto Guzzi, die Automarke Innocenti und auch die Sportwagenfabrik Maserati. Mit diesen Marken brachte er viele erfolgreiche Sportwagen auf den Markt. Er war die treibende Kraft hinter den Maserati Biturbos. Aufgrund finanzieller Probleme war er aber Ende der 70er Jahre gezwungen sämtliche Firmen zu verkaufen. |