Die Fabbrica Italiana Automobili Torino, kurz Fiat wurde 1899 in Turin gegründet. Bereits zu dieser Zeit war der Name Agnelli mit Fiat verbunden: denn einer der Gründungsmitglieder war Giovanni Agnelli, der Urgroßvater vom 2003 verstorbenen Patron von Fiat - Gianni Agnelli. Zu Beginn baute Fiat sportliche, exklusive und zum Teil sehr großvolumige Wagen.
Den Ruf des Kleinwagenbauers erarbeitete sich Fiat erst mit dem Fiat 500. Nach dem Krieg begannen die erfolgreichsten Jahre für Fiat. Die Nachfolger des Topolino, der Fiat 500 Nuova und der Fiat 600 wurden in den verschiedenen Modellvarianten weit über 5 Millionen mal produziert. Andere Modelle wie beispielsweise der Fiat 850 (1964 – 1974) oder der Fiat 124 (1966 – 1982), beide als Coupe und Spider, waren ebenfalls riesige Verkaufserfolge. Für den Fiat 128 und dem Fiat 127 erhielt Fiat zudem die Auszeichnung zu Europas Auto des Jahres (1969 und 1971).
In den 60er Jahren entwickelte sich Fiat zu einem internationalen Konzern der weit mehr als nur Autos produzierte. Fiat ist im Finanzbereich tätig, stellt Bauteile für Kern- und Wasserkraftwerke her, baut Flug- und Schiffsmotoren und stellt für den öffentlichen Verkehr Züge und Straßenbahnen zur Verfügung. Auch im Autosektor wurden viele Firmen dazugekauft. So gehören heute Marken wie Abarth, Alfa Romeo, Ferrari und Lancia zum Fiatkonzern.
Im Rennsport war Fiat vor allem früher ziemlich aktiv und dabei auch erfolgreich. 1907 wurde beispielsweise der Grand Prix von Frankreich und 1911 derjenige von Amerika gewonnen. Bereits damals besaßen die Fiat Rennwagen eine Leistung von mehr als 100 PS und erreichten eine Spitze von über 200 km/h. Stanguellini, Abarth, Siata und weitere - ihre Rennwagen basierten häufig auf Fiat Tuning. |