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Rennsport > Targa Florio
Targa Florio (1906 – 1977, 1977 – heute)
Die Targa Florio war eines der ältesten und wichtigsten Langstreckenrennen weltweit und fand jeweils auf öffentlichen Bergstrassen in Sizilien statt. Das Rennen wurde 1906 von Vincenzo Florio, der auch schon den Coppa Florio gründete, ins Leben gerufen und ist somit älter als die 24 Stunden von Le Mans oder die Mille Miglia. Da viele der anderen Rennen noch nicht etabliert waren, war die Targa Florio in den 20er Jahren das wichtigste Sportwagenrennen. 1955 erlangte die Targa gar den Sportwagen-Weltmeisterschaft Status und erhielt damit noch mehr Gewicht. Mit Stirling Moss, Joakim Bonnier, Wolfgang Graf Berghe von Trips oder Jo Siffert verewigten sich sehr bekannte Rennfahrer in den Siegerlisten.
 
Leider wurde das Rennen von einigen tragischen Unfällen überschattet und forderte mehrere Todesopfer – auf Seiten der Fahrer wie auch der Zuschauer. Aus diesem Grund wurde die Targa Florio 1973 aus dem Kalender der Sportwagen Weltmeisterschaft gestrichen. Von 1974 – 1977 fand das Rennen dann noch ohne WM-Status statt, doch weiter Unfälle führten dazu, dass die Targa Florio seit 1977 endgültig Renngeschichte ist. Bis heute wird sie noch in einer Art Rallye gefahren, jedoch hat die heutige Veranstaltung nicht mehr viel gemeinsam mit dem ehemaligen Superrennen, denn es zählt nicht zur Rallye-Weltmeisterschaft. Doch neben der Rallye-Veranstaltung wird di Targa Florio heute noch als eine historische Rallye gefahren. Diese Oldtimer-Rallye gehört zur FIA Historic Sporting Rally Championship gehört.
Ferrari Dino 246GT, Sieger 1961 / 1962
 
 
 
Die Streckenführung war jeweils eine sehr harte Prüfung für Mensch und Auto und variierte häufig. Die zeitweise bis zu knapp 150 km einer Runde enthielten Geraden auf denen die 300 km/h überschritten wurden und gleichzeitig wieder engste Serpentinen, bei denen höchste Bremskunst und Straßenhaftung gefragt waren. Bekannte Streckenvarianten waren die "Grande Madonie" und die "Piccola Madonie". Die "Piccola Madonie" war die Streckenvariante die am häufigsten gefahren wurde. Sie hatte rund 72km und wurde meist 10 Mal gefahren. Gestartet wurde jeweils in Cerda, von wo aus es im Gegenuhrzeigersinn über Caltavuturo und Collesano aus über 600m hoch gelegen Bergstraßen hinab auf Meereshöhe ging. Dann rasten die Piloten mit ihren Wagen auf der langen Geraden „Buonfornello“, die mit über 6km länger als die längste Gerade in Le Mans war, am Meer entlang.
Zieleinlauf des 4. Platzierten bei der Targa Florio (1908)
 
 
Die Sieger der Targa Florio mit Sportwagen-WM Status (1955 - 1973):
1955
1956
1957
1958
1959
1960
1961
1962
1963
1964
1965
1966
1967
1968
1969
1970
1971
1972
1973
Stirling Moss
Umberto Maglioli
kein Rennen
Luigi Musso
Edgar Barth
Joakim Bonnier
Wolfgang Graf Berghe von Trips
Willy Mairesse
Joakim Bonnier
Colin Davis
Nino Vaccarella
Willy Mairesse
Paul Hawkins
Vic Elford
Gerhard Mitter
Jo Siffert
Nino Vaccarella
Arturo Merzario
Herbert Müller
Mercedes-Benz 300 SLR
Porsche 550
kein Rennen
Ferrari 250TR
Porsche 718 RSK
Porsche 718 RS 60
Ferrari Dino 246SP
Ferrari Dino 246SP
Porsche 718 RS 64
Porsche 904 GTS
Ferrari 275P2
Porsche 906 Carrera 6
Porsche 910
Porsche 907
Porsche 908/2
Porsche 908/3
Alfa Romeo T33/3
Ferrari 312P
Porsche 911 Carrera RSR
 
In den folgenden Jahren (1974 - 1977) wurde die Targa Florio noch als Rennen ohne WM-Status gefahren. Dabei fuhren allgemein nur noch weniger bekannte Fahrer mit. Die Sieger aus dieser kurzen Zeit fuhren ihre Siege unter anderem auf Lancia Stratos und einem Alfa Romeo ein.
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